Nach dem Großen Vaterländischen Krieg began eine aktive Bildung der Sammlungen, die dem Schaffen anderer Orjoler Schriftsteller gewidmet wurden. Dies ermöglichte noch einige Museen im Laufe der nachfolgenden Jahrzehnten zu eröffnen.
Die erste Filiale des Literaturmuseums war das Museum für die aus Orjol und anderen Orten der Region stammenden Schriftsteller, das am 2. Januar 1957 eröffnet wurde. Die Unterlagen von D.I. Pisarew, N.S. Leskow, I.A. Bunin, L.N. Andreew, M.M. Prischwin, M.A. Markowitsch (Marko Vovtschjok) wurden im Haus aufgestellt, in dem 1813 der Historiker und hervorragende ehrenamtlicher Funktionär Granowski geboren wurde.
Den Stand I.A.NowikowNach der Eröffnung des Museums für die aus Orjol und anderen Orten der Region stammenden Schriftsteller wurde die Sammelarbeit aktiviert und erweitert: so erschienen die Sammlungen von A.A. Fet, B.K. Sajzew, I.A. Nowikow, den Orjoler Schriftstellern des XX. Jahrhunderts.
Nach dem Wiederaufbau des Gutshauses von I.S. Turgenjew in Spasskoje-Lutawinowo und der Rückkehr Gedenksachen des Schriftstellers wurde das Museum der aus Orjol und anderen Orten der Region stammenden Schriftsteller im Galachows Haus untergebracht. Die Ausstellung wurde bedeutend erweitert und erneuert, und wandelte sich, nach der Äußerung von J.M. Nagibin, ins Museum der Schriftstellerarbeitszimmer um.
Marko Vovtschjok (das Pseudonym von M.A. Markowitsch 1833-1907) war die Vertreterin des Orjoler Adels. Sie war mit A. Markowitsch verheiratet und zog mit ihm nach die Ukraine um. Maria Alexandrowna studierte die Sitten und Sprache der Ukrainer. Ihre Wörterbücher sind erhaltengeblieben, so wie die Liederhefte, mit den Entwürfen der zukünftigen Werke. In verschidenen Jahren werden die Sammelbände von M. Vovtschjok veröffentlicht: "Volkserzählungen", "Die Erzählungen aus dem russischen Volksalltag", zahlreiche Novelle und Romane "Die lebendige Seele", "Die Notizen eines Küsters". T. Schewtschenko, A. Gerzen, N. Dobroljubow, D. Pisarew haben die Werke von Marko Vovtschjok hoch eingeschätzt.
Die Kost FetA.A.Fet (1820- 1892) versuchte schon von Kindheit an zu dichten. Er übersetzte Kindergedichte aus dem Deutschen ins Russische. Aber die ersten Werke von A. Fet wurden nur in seinen Studienjahren publiziert. Seit dem Jahre 1840 begann der Schaffensaufschwung von A. Fet. Er hat solche Meisterwerke der Landschafts- und Liebeslyrik geschaffen wie "Die traurige Birke", "Weck sie nicht bei Tagesanbruch auf...", das Meisterwerk der Anthologiepoesie "Vakchanka". In den nachfolgenden Jahren wurden einige Gedichtensammelbände veröffentlicht in denen außer der Liebeslyrik die philosophischen Gedichte eingeschloßen wurden. Fast die Hälfte seines Lebens hat der Dichter auf der Orjoler Erde verbracht, und hat in seinen Gedichten den sanften Reiz deren Natur besungen.
Boris Konstantinowitsch Sajzew (1881- 1972) wurde in Orjol geboren. Die erste Veröffentlichung "Unterwegs" erschien 1901. Im Jahre 1906 erschien der erste Sammelband der Erzählungen "Heckenrose". Die bedeutendsten Werke sind: "Agrafena" (1908)- die Lebensgschichte einer Bäuerin, der Roman "Fernes Land" (1913)- über die Revolution 1905, die Erzählung "Ein blauer Stern" (1918)- aus dem Leben der Moskauer Intelligenz. Im Jahre 1922 wurde B. Saizew als Vorsitzende des Moskauer Schriftstellersbundes gewählt. Später ist Sajzew nach Berlin gefahren, dann nach Italien, und seit dem Jahre 1924 wohnte er in Paris. Im Ausland wurde die autobiografische Theatrologie Das Klavier Prischwinveröffentlicht: "Die Reise von Gleb" (1937), "Die Ruhe" (1948), "Die Jugend" (1950). Die Lebensbeschreibungen "Das Leben von I. Turgenjew" (1932), "Shukowski" (1951), "Tshechow" (1954), eine Reihe von literarhistorischen Werke "Der Heilige Sergiy von Radonesh" (1925) stammen aus der Feder von B. Sajzew. Er schrieb viel über Moskau, über seine Zeitgenossen I. Bunin, L. Andrejew, J. Bunin und andere. Diese Aufzeichnungen bilden das Buch "Moskau" (1939). Die Werke von B. Sajzew sind ins Deutsch, Franzosisch, Italjenisch, Japanisch übersetzt.
Michail Michailowitsch Prischwin (1873-1954) schloß sich an die Märchenwelt an dank dem Umgang mit einfachen Menschen. Er lernte die Natur zu lieben und zu verstehen, und das hat weiter sein Lebens - und Schaffensweg in vielem bestimmt. Nach der Absolvierung der Leipziger Universität 1902 arbeitete Prischwin einige Jahre als Agronom. Seine Literaturtätigkeit begann 1906 mit der Veröffenlichtung der Erzählung "Saschok". Später erschienen andere Bücher des Schriftstellers: "Im Land der scheulosen Vögel", "Dem kleinen M.Prischwin.Zauberbrotlaib auf dem Fuß folgend", "Adam und Eva", "das Zauberkraut", "Die Sonnenvorratskammer" und andere. Prischwins Werke über die Natur sind von Optimisus, Heimatliebe und Zuversicht in den Wahrheitssieg erfüllt. Die Frau und die Söhnen von M. Prischwin haben dem Museum eine reiche Sammlung von Manuskripten, Dokumenten, Fotografien, das Jagdzubehör des Schrifstellers und die Möbel aus der Moskauer Arbeitszimmer übergegeben.